Konflikte am Arbeitsplatz aktiv ansprechen

By 29. August 2016 März 16th, 2020 Aus der Praxis, Werkzeuge

Konflikte unter Mitarbeitenden oder zwischen Mitarbeitenden und Vorgesetzten gehören zu den normalen Herausforderungen des Arbeitsalltags. Ein falsches Wort, und ein harmloser Streit wird zu einem ausgewachsenen Konflikt. Die Folgen für den Arbeitsalltag sind schwerwiegend: sinkende Produktivität, Kontakte zwischen Mitarbeitenden, Vorgesetzten und auch zu Kunden werden schlechter, Kündigung, … Beziehungen zwischen Menschen sind also nicht immer einfach.

Die Frage ist: Wie kann ich selbst Streit und Konflikten gut begegnen?

  1. Gehen Sie Konflikten nicht aus dem Weg
    Lassen Sie Streitsituationen nicht einfach so «laufen». Ein unbeachteter Streit wird so schnell oder schleichend zu einem ausgewachsenen Konflikt mit Folgen. Sprechen Sie schwierige Situationen aktiv an.
  2. Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt
    Lassen Sie zwischen Streit und Gespräch Zeit vergehen. Suchen Sie sich für ein Gespräch einen ruhigen Moment und den richtigen Ort. Zwingen Sie Ihr Gegenüber nicht zu einem Gespräch,  erzwungene Gespräche führen selten zum Erfolg. Fragen Sie Ihr Gegenüber stets persönlich an. Eine E-Mail oder eine SMS sind kontraproduktiv.
  3. Kommen Sie selbst zur Ruhe
    Wut und Ärger sorgen sind ein Quelle für unbedachte Handlungen. Nehmen Sie sich Zeit Ihre eigenen Gefühle einzuordnen und ruhiger zu werden. Verlangen Sie in Streitsituationen eine Pause / Unterbrechung. Nutzen Sie diese um durchzuatmen und zu entspannen. Mit entspanntem Körper, kühlem Kopf und ruhiger Stimme lassen sich Konfliktgespräche erfolgreicher führen.
  4. Hören Sie zu
    «Schweigen ist Gold» besagt ein Sprichwort. Das gilt besonders für Konfliktsituationen. Hören Sie aktiv zu. Bleiben Sie dabei im Blickkontakt.
  5. Verstehen Sie
    Fassen Sie zusammen was Sie verstanden haben. Fragen Sie ihr Gegenüber ob Sie ihre/seine Anliegen richtig verstanden haben. Vermeiden Sie Anschuldigungen, damit eskaliert ein Streit nur noch mehr.
  6. Reden Sie in Ich-Botschaften
    Bleiben Sie bei Ihren Anliegen. Sagen Sie Ihrem Gegenüber was Sie behindert, verletzt, stört, wütend macht oder Ihnen Probleme bereitet. Tun Sie dies aus Ihrer Ich-Perspektive. Du-Botschaften werden häufig als Anschuldigung wahrgenommen und verhindern ein lösungsorientiertes Gespräch.
  7. Steuern Sie Lösungen an
    Machen Sie eine Lösung zum Ziel Ihres Gesprächs. Stellen Sie keine hohen Forderungen und erzwingen Sie keine Lösung. Eine Lösung muss für beide Seiten annehmbar und realistisch machbar sein.

 

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